Heutzutage steht das Thema Pflege und äußeres Erscheinungsbild
immer mehr im Mittelpunkt. Die gestiegenen Anforderungen im Alltag
und im Beruf hinterlassen auch Spuren auf der Haut.
Die Haut ist das größte
und eines der schwersten Organe des Körpers.
Sie hat eine Größe von ca. 2 qm und wiegt ohne Unterhautfettgewebe
ca. 3 bis 4 kg. Sie erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben (Temperaturregelung,
Sinneswahrnehmung, Signalorgan, Immunabwehr, Verdunstungsschutz,
Ausscheidungsorgan, mechanischer Schutz des Körpers, Regulierung
des Flüssigkeitshaushaltes).
Die Haut besteht aus vielen Bestandteilen
( 3 Hautschichten, Hautoberfläche, 3 Arten von Drüsen,
Blutgefäße, Lymphgefäße, Immunzellen, Haare,
mind. 6 Sinnesorgane und Nägel). Die Haut unterliegt einem
Alterungsprozess, der durch die richtige Pflege entsprechend verlangsamt
werden kann.
Die unterste Schicht der Haut ist die Unterhaut.
Dort befinden sich die Fettzellen, die durch Bindegewebsfasern
getrennt werden. Weiterhin befinden sich dort Nerven und die Anfänge
der Schweißdrüsen. Die Unterhaut hat folgende Schwierigkeiten:
- schlechte Heilung bei Verletzungen
- schlechte Gewebserneuerung
- mangelhafter Abtransport und Stoffwechselprodukten und Giften
- große Gefahr von Bindegewebsverhärtungen und Alterung
- geringer Fettabbau
- Gefahr der Einlagerung von fettlöslichen Giftstoffen
Eine weitere Hautschicht ist die
sogenannte Lederhaut. Dort befinden
sich verschiedene Eiweißfasern zwischen den einzelnen Zellen.
Die Elaszität der Fasern ist wichtig für das Hautbild.
Die beiden Bestandteile Elastin und Kollagen genannt.
Elastin wird nur bis zum 16. Lebensjahr nachgebildet.
Jede Kollagenfaser besteht aus 3
umeinander gewundenen Einweißfäden. Sie sind miteinander
durch eine schwache elektrische Anziehung verbunden. Durch die
schwache Anziehung entsteht eine relativ lockere Verbindung =
die Haut wird elastisch. Zwischen den Einweißfäden
wird Wasser zwischengespeichert. Ausreichende Feuchtigkeit
ist wichtig für den guten Tonus (=Gewebswasserdruck).
Durch die Umwelteinflüsse
entstehen in der Haut freie Radikale, die diese Verbindungen fester
werden lassen = die Elaszität der Haut lässt nach. Lässt
auch der Gewebswasserdruck durch zuwenig Platz zwischen den Einweißfäden
nach, so erschlafft die Haut. Auch starke Sonneneinstrahlung (UV-Einstrahlung)
wirkt sich negativ auf die Kollagenverbindungen aus.
Kollagen wird nur bis
zum 25. Lebensjahr gebildet. Kollagen befindet sich
auch in den Wänden der Blutgefässe, in Bändern,
etc. Da auch Kollagen in diesen Körperteilen altert, so entstehen
im Alter z. B. Bluthochdruck, Kurzatmigkeit, etc.
Die Lederhaut wird in zwei Blutgefäßnetze,
in denen sich jeweils sehr kleine Blutgefässe (Kapillaren)
befinden, aufgeteilt. Durch die Veränderung der Durchblutung
können folgende Körperfunktionen verändert werden:
- Wärme abgeben oder im Körper zurückhalten
- Versorgung und Tätigkeit der Schweiß- oder Talgdrüsen
verändern
- Versorgung und die Zellteilung der Oberhaut steigern oder bremsen
Die Berührungsfläche zwischen Unterhaut
und Oberhaut ist mit Papillen (fingerförmigen Ausstulpungen)
versehen. Diese haben folgende Aufgaben:
- Verzahnung der beiden Schichten
- Verbindung haltbarer machen
- Versorgung der Oberhaut mit Sauerstoff, Nährstoffe, etc.
Mit zunehmenden Alter werden die Papillen
flacher. Dadurch wird die Versorgung und Zellerneuerung verschlechtert.
In der Oberhaut
findet die Zellteilung und die äußerste
Abwehr des Immunsystems statt. Wir die Steuerung
der Zellteilung z. B. durch Lösungsmittel, falsche Kosmetika,
etc. gestört, so wird die Zellteilung verändert. Folgen
hiervon ist eine Verdickung oder Verdünnung der Oberhaut.
Die Produktion der Gewebshormone wird entsprechend gestört.
Eine Zelle der Oberhaut hat einen Zyklus von 28 Tagen.
Auf der Hautoberfläche finden
wir ein Gemisch aus ca. 30 Substanzen. Diese stammen z. B. aus
den Schweißdrüsen. Bei bestimmten Erkrankungen fehlen
z. B. Harnstoffe. Daher trocknet starkes Schwitzen die Haut aus.
Die fettlöslichen Bestandteile stammen entweder von den Talgdrüsen
oder von den zerfallenen Hornzellen (z. B. Glycerin aus Zellmembran,
Hyaloronsäure als Zellkittsubstanz).
Fettarme Haut kann aus mangelnder
Talgdrüsentätigkeit oder zu dünner Oberhaut entstehen.
Die Auswahl der Hautoberfläche glättenprodukte sollte dies berücksichtigen.
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